pflegeBegleiter:

Freiwilliges Engagement für pflegende Angehörige

Weitere Informationen über die Qualifizierung

zum pflegeBegleiter erhalten Sie über unser

Bildungszentrum unter der Telefonnummer:

069/78 09 80 (Sekretariat)

Kontakt

Pflege zu Hause - eine Herausforderung für Einzelne,

Familien und die Gesellschaft

 

Familienangehörige zu pflegen fordert viel, vor allem, wenn die Pflege auf wenigen Schultern ruht. Das pflegeBegleiter-Projekt fördert die Idee gemeinsamer Verantwortlichkeit für die Sorge um pflegebedürftige, vor allem alte Menschen: in der Nachbarschaft, der Kommune, der Gesellschaft.

 

Freiwillige, die sich als pflegeBegleiterinnen und pflegeBegleiter vorbereiten und engagieren,

 

  • begleiten pflegende Angehörige durch Gespräche im häuslichen Bereich
  • sind Mittler zwischen Angehörigen und bestehenden Unterstützungsstrukturen und somit keine Konkurrenz zur professionellen Pflege
  • entwickeln Gestaltungsoptionen für ihr eigenes Altern
  • tragen durch ihr qualifiziertes Engagement zur Entwicklung einer neuen Nachbarschafts- und Pflegekultur bei.

 

Entlastung allein genügt nicht

 

Angehörige, die ältere Personen pflegen, brauchen nicht nur Freiräume zum Erholen. Viele von ihnen sind auch daran interessiert, ihre Situation besser zu verstehen und ihre Kompetenzen zu erweitern, um Pflege zu Hause sinnerfüllt und für alle Beteiligten befriedigend gestalten zu können. Sie wollen über Krankheitsbilder wie z.B. Demenz Bescheid wissen und sie möchten Unterstützungsmöglichkeiten kennen lernen, um den Alltag effektiver organisieren zu können.

 

Das pflegeBegleiter-Projekt setzt hier an: Es will Angehörigen und Bezugspersonen in der Pflege ermöglichen, die damit verbundenen Aufgaben besser zu meistern.

 

Angebot

 

Bürgerlich Engagierte erhalten spezielle kostenlose Vorbereitungskurse für pflegeBegleiter mit Exkursionen und Praxiserkundungen, Zertifikat und anschließender fachlicher Praxisbegleitung vor Ort.erhalten spezielle kostenlose Vorbereitungskurse für pflegeBegleiter mit Exkursionen und Praxiserkundungen, Zertifikat und anschließender fachlicher Praxisbegleitung vor Ort.

 

Projekt-InitiatorInnen werden zur Durchführung von Vorbereitungskursen für pflegeBegleiterInnen qualifiziert, bekommen Anregungen zur Beratung der Initiativen und zur Etablierung nachhaltiger Strukturen bürgerschaftlichen Engagements werden zur Durchführung von Vorbereitungskursen für pflegeBegleiterInnen qualifiziert, bekommen Anregungen zur Beratung der Initiativen und zur Etablierung nachhaltiger Strukturen bürgerschaftlichen Engagements

 

Institutionen und Kommunen bekommen Impulse und Unterstützung zur Gewinnung, Fortbildung und Begleitung von bürgerlichen Engagement, zur Knüpfung von "Netzwerken für die Pflege" und zur Erprobung neuer Engagementformen im Bereich "Hilfe und Pflege".

 

Konzept

 

Die herkömmliche "Fürsorge-Perspektive" gegenüber pflegenden Angehörigen wird durch eine "Empowerment-Perspektive" abgelöst, welche auf vorhandene Kompetenzen baut und von einem Interesse an lebenslangem Lernen ausgeht.

 

Prinzipien

 

In der Begleitung der Angehörigen, in den Vorbereitungskursen der bürgerlich Engagierten sowie in der Qualifizierung der Projekt-InitiatorInnen kommen folgende Prinzipien zum Tragen:

 

  • Engagement für mich - mit anderen - für andere - in die Gesellschaft hinein
  • Selbstbestimmung und Selbstsorge
  • wertschätzende Zusammenarbeit von pflegenden Angehörigen, Freiwilligeninitiativen und Institutionen
  • wechselseitige Anerkennung.

 

Projekt - Verlauf

 

Das Projekt wurde im Rahmen des Modellprogramms zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung gem. SGB XI § 8 Abs. 3 von den Spitzenverbänden der Pflegekassen gefördert. Ziel ist die Weiterentwicklung von Strukturen und Konzepten der Pflegeversicherung im Hinblick auf neue Versorgungsformen für Pflegebedürftige. Derzeit entstehen an vielen Orten pflegeBegleiter-Initiativen, die sich für pflegende Familien unentgeltlich einsetzen.

Projekt

„Innovationsverbund Pflegewissen”

Aktuell beteiligt sich das BZ an dem Projekt „Innovationsverbund Pflegewissen". Im Rahmen dieses Projektes wird ein neuer Weg erprobt, Lerneinheiten für Pflegemitarbeiter in den beruflichen Alltag einzubinden. Eine spezifisch entwickelte Selbstlernsoftware mit verschiedenen inhaltlichen Lernmodulen soll dazu beitragen, dass Mitarbeiter kontinuierlich die Möglichkeit erhalten, ihr Pflegewissen zu verbessern, zu ergänzen und zu überprüfen.

 

Neue zukunftsweisende Fortbildungsmöglichkeiten für Pflegekräfte

Mit steigender Lebenserwartung der Bevölkerung wächst die Inanspruchnahme professioneller pflegerischer Dienste in stationären und ambulanten Einrichtungen. Um eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen und die Lebensqualität der Betroffenen im Rahmen der pflegerischen Betreuung positiv zu beeinflussen wird gut ausgebildetes Pflegepersonal benötigt, das seine fachliche Qualifikation kontinuierlich aktualisiert und erweitert.

 

Zielsetzung des Projekts

Es werden multimediale Lernarrangements für Pflegende konzipiert, getestet und bewertet. Mit Hilfe von Bildern, Videoausschnitten, 3-D-Animationen und Pflegeleittexten werden komplexe Pflegehandlungen veranschaulicht und wesentliche Problemstellungen prägnant herausgestellt. Sowohl über feste PC-Stationen als auch über kleine, mobile Endgräte soll das Wissen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen direkt am Arbeitsplatz abgerufen werden können.

 

Ergebnisse des zweijährigen Projektes sollen sein:

Konzeption multimedialer und mobil zu nutzender Lernangebote für Pflegende

 

  • Entwicklung eines Didaktik-, Organisations- und Technik-Konzeptes für die Etablierung einer selbst gesteuerten Lernkultur
  • Praxiserprobtes Betriebskonzept für den dauerhaften Einsatz multimedialer Lernarrangements am Arbeitsplatz

 

Projektpartner

  • Caritas-Zentrum Offenbach
  • Diakonisches Werk Offenbach (Offenbach-Dreieich-Rodgau)
  • Die Johanniter/Sozialstation Rodgau
  • Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V.
  • Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart
  • Mobiler Frankfurter Pflegedienst

 

Ein Beirat mit Vertretern aus Berufsgenossenschaft, Bildungsinstituten, Pflegesystemanbietern, Hardwareanbietern und Netzausrüstern ist beratend in das Projekt eingebunden.

 

Laufzeit

Dezember 2003 bis November 2005

 

Förderung

Das Projekt wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landentwicklung und dem Europäischen Sozialfonds.

Hauptschulabschluss und gleichzeitig

die Ausbildung in der Altenpflegehilfe

mit den Beruflichen Schulen Berta Jourdan

Wer kann an diesem Projekt teilnehmen?

Jugendliche und junge Erwachsene, die gleichzeitig einen Hauptschulabschluss und eine Ausbildung in der Pflege machen möchten.

 

Aufnahmevoraussetzungen

  • mindestens zweiwöchiges Pflegepraktikum in einer Altenpflegeeinrichtung des
  • Frankfurter Verbandes
  • Alter zwischen 16 und 21 Jahren
  • (in Ausnahme bis 24 Jahren)
  • es darf kein Hauptschulabschluss vorliegen
  • ausreichende Deutschkenntnisse (B1)
  • Aufenthaltserlaubnis über die Dauer der Ausbildung

 

 

Wann beginnt das Projekt?

Der Unterricht in der Beruflichen Schule Berta Jourdan beginnt nach den hessischen Sommerferien. Die Ausbildung in der Altenpflegehilfe beginnt im Oktober im Bildungszentrum des Frankfurter Verbandes e. V.

 

 

Wie lange dauert es und wie ist es aufgebaut?

Das Projekt dauert 2 Jahre und es können 16 Schüler und Schülerinnen teilnehmen.

 

Die Ausbildung erfolgt an drei Standorten

  • Berufliche Schulen Berta Jourdan in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit
  • Pflegeeinrichtungen des Frankfurter Verbandes
  • Bildungszentrum des Frankfurter Verbandes

 

Abschlussprüfungen

  • Hauptschulabschlussprüfung an der Beruflichen Schule
  • Abschlussprüfung zum/zur staatlich geprüften Altenpflegehelfer/Altenpflegehelferin an der Altenpflegeschule

 

 

Was kosten der Schulabschluss und die Ausbildung?

Alle Kosten trägt das Land Hessen. Die Einrichtungen des Frankfurter Verbandes zahlen eine monatliche Ausbildungsvergütung.

 

Was wird zur Anmeldung benötigt?

 

Die Anmeldung erfolgt mit einer Bewerbung bis spätestens 30. April mit folgenden Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben
  • Praktikumsnachweis mit Empfehlung
  • Lebenslauf in tabellarischer Form
  • zwei aktuelle Lichtbilder
  • die letzten beiden Schulzeugnisse (Kopie)
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • ärztliches Attest
  • beglaubigte Ausweiskopie
  • Nachweis Sprachdiplom (B1)
  • Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis

 

 

Wo meldet man sich an?

Berufliche Schulen Berta Jourdan

Adlerflychtstraße 24

60318 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 212-35271

Fax:  069 212-40521

E-Mail:  poststelle.berufliche-schulen-berta-jourdan@stadt-frankfurt.de

Kontakt für Fragen

zum Projekt

 

Anmeldung und Hauptschulabschluss:

Berufliche Schulen Berta Jourdan

Annette Pfeiffer

Adlerflychtstraße 24

60318 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 212-37670

E-Mail: annette.pfeiffer@stadt-frankfurt.de

Web: www.berta-jourdan.de

 

Sprechstunde:

dienstags von 13:45 bis 15:30 Uhr

 

 

Ausbildung in der Altenpflegehilfe:

Bildungszentrum des Frankfurter Verbandes

Marliese von Keitz-Kalisch

Strubbergstraße 70

60489 Frankfurt am Main

 

Telefon: 069 780980

E-Mail:  marliese-von.keitz-kalisch@

frankfurter-verband.de

Kontakt

Download

AiQuA

Arbeitsintegrierte Qualifizierung in der Altenpflege

Altenpflegehilfeausbildung (blau)

ISBN 9783738675504

Altenpflegeausbildung (rot)

ISBN 9783738675504

 

Autorinnen: Marliese von Keitz-Kalisch,
Ruth Henninger, Ina Heynen

Seit Juli 2011 läuft das gemeinsame Projekt AiQuA von Werkstatt Frankfurt und Frankfurter Verband zur Qualifizierung von angelernten Pflegekräften in den Einrichtungen des Frankfurter Verbandes. AiQuA steht für "Arbeitsintegrierte Qualifizierung in der Altenpflege". Die ersten 44 Teilnehmer/innen haben das  Examen zur Altenpflegehelferin bzw Altenpflegehelfer erfolgreich abgelegt. Sie sind direkt im Anschluss in die nun verkürzte 2-jährige Qualifizierung zur examinierten Altenpflegerin bzw. Altenpfleger übergegangen. Inzwischen wurde diese Qualifizierung vom Hessichen Sozialministerium als anerkannte Ausbildungsform bestätigt und wird fortgeführt.

 

Die beteiligten Einrichtungen können durch die arbeitsintegrierte Qualifizierung ihrer langjährigen, bewährten und gut eingearbeiteten Mitarbeiter/innen ihren eklatanten Fachkräftemangel zumindest ansatzweise ausgleichen. Für viele der Teilnehmer/innen ist diese Qualifizierung nun die lange ersehnte Chance einen Abschluss zu erwerben, ohne noch einmal in den "Schüler/innenstatus" zurück zu gehen, ohne finanzielle Einbußen, die damit verbunden wären. Auf der anderen Seite der Medaille steht natürlich ein erheblicher zeitlicher Aufwand, den die Lernenden einbringen müssen: neben ihrer regulären Arbeitszeit sind Zeiten in Lerngruppen und auch für individuelle Lernzeiten einzubringen. Auch die Praxisanleiter/innen und examinierte Kolleg/innen in den Wohnbereichen bringen viel Zeit in den Qualifizierungsprozess ein. Sie unterstützen die Lernenden dadurch, dass sie als Partner/innen für fachliche Diskurse zur Verfügung stehen, sie reflektieren gemeinsam zum Teil auch altbekannte Arbeitsschritte und gehen häufig selber noch einmal in die fachliche Recherche aufgrund der Fragen der Lernenden.

 

Da die Erfahrungen der Lernenden mit dem Bildungssystem in aller Regel schon länger zurück liegen, muss auch das Lernen erst wieder gelernt werden. AiQuA setzt hier auf "selbstorganisiertes Lernen" - die Lernenden strukturieren ihren Lernprozess selber, es gibt weder Frontalunterricht noch einen vorgegebenen Ablauf bzw. eine Reihenfolge, in der der Stoff gelernt werden muss. Die "Lernbegleiter/innen" verstehen sich als Moderator/innen des Lernprozesses, sie unterstützen die Lernenden dort, wo diese es benötigen.

 

Ein besonderer Schwerpunkt im Lernprozess ist die gute, gezielte Vorbereitung auf die Prüfungssituation, da Menschen, deren Lernerfahrungen länger zurück liegen, größere Prüfungsängste entwickeln als jüngere Menschen. Auch die Sprachförderung der Lernenden sowie die Sprachsensibilisierung des Lernumfeldes hat einen großen Stellenwert. Die Lernmaterialien werden im Projekt nach den Kriterien für "Leichte Sprache" neu erarbeitet und das Lern- und Arbeitsumfeld wird für sprachförderliches Verhalten sensibilisiert, so dass auch Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die Lerninhalte gut verarbeiten können.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

www.aiqua.de

„Innovations-verbund Pflegewissen“

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